Was macht ein Platzwart – wenn er nicht übern Platz watet?

Grillen zum Beispiel!

Zumindest einmal im Jahr, bei der Abschiedsfeier des FSJ lers, der ihm vom 1. August bis Ende Juli des nächsten Jahres bei seiner Vielzahl der Aufgaben unterstützt.

Manfred Hilmes ist bereits seit Jahren als Platzwart der SG Letter 05 im Einsatz. „Alles was liegen bleibt, nicht mehr fährt oder funktioniert, landet irgendwann bei mir!“, witzelt Manfred Hilmes, der den Fuhrpark der SG Letter in Stand hält. Egal ob Anhänger, Abkreidekarre, Rasenmäher oder -sprenger, der Vertikutierer oder anderes Gerät, es gibt nichts, was der Greenkeeper nicht schon mal repariert oder in der Hand hatte oder ihm eine neue Deichsel verpasste.

Er ist verantwortlich für die vier Sportplätze der Sportgemeinschaft vom A- Platz bis zum D-Platz, fürs Düngen, Aerifizieren, Vertikutieren und scheut sich auch nicht vor allen anderen Anforderungen, die ihm als Mann für alle Fälle täglich abverlangt werden. Hilmes, der eigentlich gelernter Gas-und Wasser-Installateur ist, beweist handwerkliches Geschick.

„Rasenmähen mache ich eigentlich eher selten, dass macht bei uns der Fsjler!“, aber alles andere was am Rasenmäher dranhängt das bewege ich!“, verrät Hilmes.

Sein zuletzt größtes Projekt war die Planung der Bewässerung des Stadions. Von der Zeichnung bis zur Herstellung oblag Hilmes die Verantwortung der neuen Pumpe und die Verlegung der Rohrleitungen bis zum Anschluss. Zuletzt musste er noch die Rasensprenger wieder anheben, damit diese ihren Dienst leisten konnten. Dazu hat er den Sportplatz teilweise aufbuddeln müssen, denn die Wasserspender waren abgesackt und waren nicht mehr auf dem Grün zu sehen, stattdessen klafften an deren Stelle Löcher. Nun funktioniert alles aber prima und Letters Sportplätze stehen im satten Grün den Sportlern zur Verfügung.

Hilfe rund um die Plätze erhalten die Platzwarte von Jay, er kümmert sich um Wege, Sträucher, Buschwerk und Tribüne. Alle zusammen sorgen für ein „sauberes Stadion“, damit der Gesamteindruck stimmt.

Im Leinestadion fühlen sich daher nicht nur Sportler wohl, auch ein Austernfischerpäärchen kommt zur Zeit regelmäßig auf den A-Platz und fischt auf dem frisch gegossenen Platz nach Würmern, sehr zur Freude der Jedermänner die während ihrer Turnstunden auch Vogelkunde betreiben können und staunend Storch, Bachstelzen, Wildgänse, Stare und Raubvögel und andere sehen, die sich gern blicken lassen.

Unterdessen ärgert sich Platzwart Stavros über ungebetene Gäste auf dem C- und D-Platz auf dem Maulwürfe seit Jahren ihr Unwesen treiben und ihn schier zur Weißglut bringen mit ihren voluminösen Auswurf, der täglich platt geklopft werden muss um die Fußballer nicht zu gefährden.

Im Stadion und in den Kabinen ist immer was zu tun. Ein Loch im Zaun, der Wasserhahn tropft, eine Leitung ist undicht, Fliesen defekt und müssen ausgetauscht werden, egal was anfällt, unser Manni macht s heil und räumt auf. Wo früher neben der Tribüne eine Holzhütte stand, sind heute Garagen, Manfreds Reich, denn dort hat er seine Werkbank und eine Vielzahl von Materialien für die Reparaturen untergebracht. Starkstrom hat Jürgen Kaulitzki, der sich mit Elektrik gut auskennt, verlegt, damit die Werkzeuge auch genutzt werden können. Zusammen haben die beiden auch die Flutlichtanlage auf dem A-Platz repariert, denn beim Aufstellen der Garagen haben Firmen versehentlich Leitungen gekappt und keiner wusste wo. Nach vielerlei Gebuddel und Messungen wurde der Fehler gefunden und nun ist wieder alles gut beleuchtet. Technisch versierte Ehrenamtliche, die unterstützen und Verantwortung übernehmen wollen, sind bei der SG herzlich willkommen.

dav

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