Wanderung zur Streuobstwiese Bantorfer Höhe

Am Sonntag, 09. April, trafen sich 16 Wandersleute der SG Letter zu einer interessanten Wanderung auf die Bantorfer Höhe. Das Wetter an diesem Tag war typisch für April und machte seinem Namen alle Ehre. Zu Beginn mit Sonne, um dann mit einem ordentlichen Mix aus Regen, Hagelschauern, Wind und blauem Himmel seinen Tag fortzusetzen.

Vom Bahnhof Winninghausen führte der Wanderleiter Josef Schefczyk die Gruppe auf die Bantorfer Höhe. Dort erwartete der Eigentümer, Herbert Hofschild die Gruppe. Das Angebot von Hofschild, die Wanderer über seine Streuobstwiese zu führen ist bei einer zufälligen, beruflichen Begegnung mit Schefczyk gemacht worden. Hofschild ist Diplomingenieur für Landschafts- und Umweltplanung und arbeitet hauptberuflich beim Kreis Minden/Lübbeke auch als Baumsachverständiger. Er betreibt auf eigenem Grundstück eine Streuobstwiese  und die Weihnachtsbaumplantage „Deistertanne“.                          

Während der gut einstündigen Führung erklärte Hofschild den Unterschied zwischen Obstplantage und Streuobstwiese. Wie die Gruppe auch selbst erkennen konnte, wirkte die Wiese mit ihren Hochstämmen ein wenig „unaufgeräumt“, war aber als Lebensraum für Nützlinge bewusst so gestaltet worden. Anschaulich wurde die Bedeutung für den Naturschutz sowie die besonderen Probleme mit Klima, Krankheiten und Parasiten vorgetragen. Insgesamt standen auf der Wiese mehr als 25 Obstbaumsorten. Während der Führung konnten Fragen gestellt werden und man spürte die Leidenschaft von Hofschild. Er erklärte noch, dass die Weihnachtsbaumverkäufe dazu beitrugen das Ganze zu finanzieren. Zum Abschluss führte uns der Waldbesitzer noch in einen angrenzenden jungen Wald. Dort sprach er die Probleme der Waldwirtschaft im Allgemeinen, und die seiner eigenen Bäume an. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bedankten sich mit einer „Baumspende“ für diese aufschlussreiche Führung.

Anschließend machte sich die Gruppe auf den Weg zur Waldgaststätte Teufelsbrücke um dort einzukehren. Kurz vor Erreichen begann es langsam an zu regnen, um dann unwetterartig loszulegen. Da saß die Wandergruppe aber schon am warmen Kamin, nahm ihr Mittagessen ein und freute sich dem Unwetter entronnen zu sein.

Gut gestärkt, das Wetter hatte sich ausgetobt, machte sich die Gruppe wieder auf den Weg. Nach leichtem Anstieg führte Schefczyk die Gruppe zu einem schönen Aussichtspunkt mit Blick auf Süntel und Bückeberge. Am alten Steinbruch vorbei querte der weitere Weg die Heisterburg deren Bau und Bedeutung wenig erforscht war. Es wird vermutet, dass es sich vielleicht um eine Höhensiedlung aus dem 10-11. Jahrhundert handele. Wälle, Gräben und Zisternen waren gut zu erkennen.

Schließlich wurde die Kreuzbuche erreicht, ein Platz an dem früher einmal vier große alte Buchen im Kreuz gestanden haben und durch Weißfäule abgestorben waren. Daher der Name Kreuzbuche. Ein großes Holzkreuz und ein Gedenkstein erinnern an die im Krieg gefallenen Forstleute.

Das Wetter blieb gnädig, sogar teilweise sonnig. Nun begann der Abstieg zurück zum Bahnhof Winninghausen. Knapp erreichte die Gruppe den Zug zurück und das war Glück, weil das Wetter abermals umschlug und recht ungemütlich wurde. Am Bahnhof Letter angekommen bedankte sich die Gruppe beim Wanderleiter und freute sich auf die nächste Tour.

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