Wanderung am 15. Oktober 2020

Seit dem 08. Juni sind nun auch wieder Wanderungen laut der Corona-Verordnung erlaubt; bereits einige Wanderungen sind seitdem durchgeführt worden.

Nun ist für Oktober bereits eine dritte Wanderung – natürlich unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln – geplant:

Sonntag, 11. Oktober 2020
stattWanderung der SG Letter 05
„Der Weg zum Kaffee 2“ (ca. 8,5km)


Bericht der 1. stattWanderung „Der Weg zum Kaffee“

Bericht der 1. stattWanderung „Der Weg zum Kaffee“

Bei dieser Halbtagswanderung mit schönstem Herbstwetter stand diesmal das Thema Kaffee im Vordergrund. Der Wanderleiter der Sportgemeinschaft Letter 05, Josef Schefczyk, führte die Teilnehmer am Lindener Stichkanal entlang nach Limmer zum „Mulembe“ Cafe´.

Unterwegs wurde am alten Großkraftwerk Ahlem ein Halt eingelegt und Schefczyk erzählte von Bau, Größe und Bedeutung des 1922 in Betrieb genommenen Kraftwerks der „Großkraftwerk Hannover AG“. In diesem Zusammenhang wurden auch der 1910 bis 1915 gebaute Lindener Stichkanal erwähnt, der eine wichtige Wasserstraße für den Transport von Kohle aus dem Ruhrgebiet zum Kraftwerk war. Teilweise wurden die Kessel auch mit Kohlen aus dem Deister befeuert, die über die Bahn angeliefert wurden. Um 1955 wurde das Kraftwerk durch den damaligen Eigentümer, die Preussen Elektra AG (heute EON) stillgelegt. Später wurde das noch erhalten gebliebene Maschinenhaus an ein Künstlerehepaar verpachtet.

Nach etwa 1,5 Std. wurde das „Mulembe“ Cafe´ erreicht und die Teilnehmer wurden durch Anna-Lina Bartl begrüßt. Nachdem jeder Wanderer dann seinen Wunschkaffee und ein leckeres Stück Kuchen serviert bekam, begann Anna-Lina Bartl mit ihren Erzählungen zu ihrem Kaffeeanbauprojekt in Uganda. Es folgte eine spannende, teilweise auch heitere Erzählung ihrer Erlebnisse und der Arbeit in Uganda. Die Teilnehmer erfuhren nicht nur etwas über den Kaffeeanbau mit all seinen Schwierigkeiten, sondern auch über die Menschen und Lebensgewohnheiten. So erzählte Bartl auch, dass Bienen für die Bestäubung der Kaffeepflanzen von großer Wichtigkeit sind und gleichzeitig auch Honig produzieren. Das mit der Honigproduktion war den Kaffeebauern allerdings nicht bekannt.

Und als die Einheimischen erstmals Honig probierten, soll es einen unbeschreiblichen Gesichtsausdruck gegeben haben. Es gab viele Erklärungen zur gesamten Produktionskette bis zur Verschiffung und Röstung in Deutschland. Die Teilnehmer nutzten die Runde um Fragen zum Kaffee und den Menschen in Uganda zu stellen. Alle merkten sofort, Anna-Lina Bartl ist mit „Herzblut“ dabei und bedankten sich zum Schluss. Letztlich wurde noch die Gelegenheit genutzt um Qualitäts-Kaffee einzukaufen.

Gegen 12:30h trat die Wandergruppe mit starken Eindrücken vom Erzählten den Rückweg nach Letter an. Nach kurzen Halt am Leinewehr bei der Schefczyk die Fischaufstiegs-anlage erklärte ging es zurück am Stichkanal bis zur alten „Kanalbadeanstalt“ in Letter. Dort wurden Erinnerungen an die 60er Jahre wach und die eine oder andere Anekdote wurde erzählt. Kurz danach fand die Wanderung an ihrem Startpunkt „Löhrkreuzung“ ihr Ende. Die Teilnehmer freuten sich über diese schöne und interessante stattWanderung und bedankten sich abschließend beim Wanderleiter.

Foto und Bericht: Josef Schefczyk

Kommentare sind geschlossen.