Vorstandsausflug der SG Letter 05 – es darf sich etwas gewünscht werden!

Es gehört schon zur Tradition der SG, dass sich der Vorstand des größten Seelzer Vereins bei seinen Vorstandsmitgliedern und deren Angehörigen einmal im Jahr erkenntlich zeigen möchte, für die viele Arbeit und das Engagement dass die Ehrenamtlichen an den Tag legen. Das geht nicht ohne Verzicht. Die Macher opfern ihre Freizeit oft zu Lasten derer Familien oder binden diese gar mit ein zum Wohle der Gemeinschaft.

 

Sozialwart Aloys Möller obliegt den jährlichen Vorstandsausflug zu organisieren und hatte sich in diesem Jahr mal einfallen lassen Hannover besser kennen zu lernen. Wer kennt schon alle Geschichten und Anekdoten unserer Hauptstadt, da gibt es sicherlich viel zu entdecken bei einer Stadtrundfahrt, so dachte er.

 

Und so machten sich über 30 Teilnehmer vergangenen Sonntag auf, um auf Stadtreise mit dem Städteführerin Frau Mast zu gehen.

 

Zum Teil per Bus ging es zunächst über den äußeren Cityring mit Informationen zur Städteplanung und Sehenswürdigkeiten, vorbei an der Uni, am Georgengarten und zurüc zum inneren Cityring verbunden mit einem kleinen Fußweg durch die Altstadt.  Es gab viel zu entdecken und Neues zu erfahren. Zum Beispiel steht vor dem Leibnizhaus in der Altstadt der Oskar-Winter-Brunnen, der einst zum 100 jährigen Firmenjubiläum der Eisenwarengroßhandlung von Oskar Winter und Wilhelm Meier am 7. Juni 1896 errichtet wurde. Für die Hannoveraner ist dies schlicht der Wunschbrunnen, denn jeder der an dem Ring am schmiedeeiserne Gitter dreht habe einen Wunsch frei. So habe sich damals die Prinzessin von Hannover Viktoria Luise der Sage nach ihren Mann in die Wüste gewünscht. Frau Mast merkte an, wer sich etwas wünschen möchte, dürfte dies tun. Daraufhin ging Claas Zimmermann direkt zum bronzenen Ring, um sich etwas zu wünschen. Alle blickten erstaunt auf die Pressewartin Jessika Zimmermann und lachten nicht ohne ihre Kommentare abzugeben, ob sie denn Frau Zimmermann demnächst aus der Sahara abholen müssten. Auch weitere Teilnehmen erklommen die Empore um sich etwas zu wünschen, hoffentlich werden viele Wünsche wahr.

 

Alle hatten viel Spaß und auch das Wetter machte mit, zumindest blieb es trocken. Nach der zweistündigen Stadtführung hatten alle mächtig Hunger. Gut dass Aloys Möller den Inhaber des gut bürgerlichen Kult-Restaurants Max Walloschke gebeten hatte extra für die Letteraner zu öffnen. Max Walloschke geboren am 6 März 1889 in Breslau und am 4. September 1974 in Hannover verstorben, war war unter anderem als Gewichtheber und Berufsringer in der 100-kg-Klasse mehrfacher Deutscher und Europameister. Nach seinem  letzten Kampf im Jahre 1952 eröffnete er am 18. Juni 1952 das nach ihm benannte Restaurant, das besonders für sein Eisbein mit Sauerkraut bekannt wurde. Der Legende nach komponierte der Lionel Hampton hier auf einer Serviette die ersten Takte seines Eisbein-Boogis bevor er diese in das Goldene Buch der Stadt Hannover eintrug.

 

Und so konnten am Ende alle Teilnehmer noch ihre Erfahrungen in Hannovers ältester Ringer Kneipe, die feiert dieses Jahr schon ihren 66. Geburtstag, austauschen und einen gemütlichen Abend verbringen. Zu wünschen bleibt, dass alle gesund bleiben und auch im nächsten Jahr wieder dabei sein werden.

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