„Jeder Schritt macht fit!“ Einmal quer durch den Deister

Josef Schefczyk, der neue Wanderleiter der Sportgemeinschaft Letter 05 hatte für Sonntag, den 26. Januar 2020 die erste 17 Kilometerlange anspruchsvolle naturkundliche Deister-Tour vorbereitet. Unter dem Motto „Jeder Schritt, macht fit“ hatten sich 18 Teilnehmer zur Wanderung angemeldet und trafen kurz nach 10 Uhr am Bahnhof in Letter ein. „Wir fahren gleich nach Kirchdorf und dort gebe ich den Tourenverlauf und Verhaltensregeln noch bekannt, denn ich möchte gern alle heil und unversehrt wieder mit nach Hause nehmen!“, merkte der lizenzierte Wanderleiter verantwortungsbewusst an.

Josef, wie lange wirst du die Touren anbieten?“, wollte eine Interessentin noch am Haltepunkt wissen, die aus beruflichen Gründen den Sonntag nicht teilnehmen konnte. “Bis ich erschöpft bin!“, witzelte Schefczyk. “Ach, das kann ja lange dauern!“, seufzte die Dame erleichtert und kündigte an, bei der kommenden Reise dabei zu sein.

In Kirchdorf angekommen startete die Gruppe ihre erste Etappe. Diese führte über den Burghardtweg und Otto-Kornweg zum Reinekensiekskopf auf 382 m ü.N.N. bis hoch zum Nordmannsturm. Unterwegs stoppte Josef Schefczyk öfter, um beim Anstieg seinen Leuten kleine Verschnaufpausen zu verschaffen und erklärte unterdessen die Unterscheidungsmerkmale der vielen Nadelbäume wie Fichten, Tannen und Kiefern anschaulich ließ die Zuhörer sehen tasten und riechen und klärte auch über Erkrankungen der Bäume, unter anderen auch durch Befall des Buchdruckerkäfers, der im Volksmund auch Borkenkäfer genannt wird, auf.

In einer solchen Form haben die neugierigen neuen Naturkundler noch keine Führung erlebt und zeigten sich begeistert. So sammelte sich die Gruppe an den Erklärpunkten immer wieder und erreichte nach einem forderndem Anstieg gemeinsam das kleine Restaurant im Nordmannsturm.Die erste Pause dort hatten sich alle redlich verdient.

Auf dem Europäischen Fernwanderweg E1 mit dem Abstieg zum Nienstäder Pass und anschließendem Anstieg zum Annaturm vorbei am Flugsicherungsradar wurde die Route fortgesetzt. Schefczyk konnte auch hier den Fragen der Teilnehmer zur Flugsicherung parieren und viele neue Informationen an den Mann bringen.

Weiter ging es zum Bröhn, der mit 405 Metern ü.N.N den höchsten Punkt im Deister ausmacht. Und dann war die zweite Etappe geschafft und der Einkehr in der Waldgaststätte stand nichts mehr im Wege. Gut dass der Wanderleiter im Vorfeld die große Gruppe angemeldet hatte und alle auch zeitig eintrafen zum gemeinsamen Mittagessen, denn die Gastronomie war voll.

Nachdem sich alle kurz von der Strapaze der sportlichen Anstrengung erholt hatten, begann der Abstieg vom Kammweg in Richtung Wennigsen über den Klagesbornweg und der Münder Herrstraße. Bis zum Wennigser Bahnhof zog sich Weg noch eine Weile am Mühlengraben entlang bis endlich das Ziel erreicht war und alle erleichtert nach 5,5 Stunden des Wanderns den Zug bestiegen. Gegen 17.40 Uhr erreichten die Teilnehmer Letter und zeigten sich alle mehr als zufrieden „Das hat allen gut gefallen!“ resümierte Hans-Joachim Flatau der ebenfalls gut zu passe war und am Ende der Reise mitteilte: „ Wir waren alle durchweg begeistert und so wie Josef das angeboten hat mit den vielen Erklärungen wird dieses neue Angebot der SG auch eine Zukunft haben, weil er sich dafür so einsetzt und man merkt wie er sich darauf gut vorbereitet.“ „Eine tolle Arbeit!“, lobten auch die anderen Mitreisenden und freuen sich schon auf die nächsten tollen Touren.

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