„Der Weg zum Strom“ – stattWanderung der SG Letter 05

Am Donnerstag lud Wanderleiter Josef Schefczyk zu einer besonderen Tour ein, der 18 Mitglieder der SG folgten.
Unter dem Begriff „stattWanderung“ werden zukünftig statt konditionell fordernde Wanderungen Wege bis zu einer Gesamtlänge von 10 Km mit leichtem Schwierigkeitsgrad angeboten. Im Mittelpunkt stehen dabei z. B. Besichtigungen und Exkursionen aller Art in der näheren Stadtumgebung. Diesmal führte die „stattWanderung“ über Marienwerder zum Gemeinschaftskraftwerk Hannover Stöcken (enercity).
Josef Schefczyk, selbst noch Mitarbeiter von enercity nutzte seine Kontakte und bat seinen Kollegen, die Führung am Vormittag vorzubereiten.
Start und Ziel war das Leinestadion in Letter.

In Stöcken wurde die Gruppe nach dem Fußmarsch bereits erwartet und nahm im Besucherraum Platz. Zunächst wurden Zahlen, Daten und Fakten präsentiert und Fragen beantwortet. Seit über 30 Jahren (1989) ist das Gemeinschaftskraftwerk, das größte Kraftwerk in Hannover nun schon in Betrieb und beliefert über 100.000 Menschen und Konzerne zuverlässig mit Energie. Die SG ler erfuhren auf ihrer Besichtigungstour, dass durch die hochmoderne Rauchgasreinigung die Emissionen die strengen gesetzlichen Grenzwerte deutlich unterschreiten. Der Brennstoff der Anlage ist Steinkohle und die erfüllt gleich einen doppelten Nutzen. Der ausgekoppelter Dampf wird bei gleichzeitiger Stromproduktion für die umliegenden Betriebe als Prozessdampf bzw. -wärme auf unterschiedlichen Druck- und Temperaturniveaus bereitgestellt und kann dort in der Produktion genutzt werden. Gleichzeitig dient das GKH auch der Fernwärmeerzeugung, durch diese Kraft-Wärmekopplung wird ein hoher Wirkungsgrad erreicht. Die konsequente industrielle Nutzung der Wärme macht das Kraftwerk zur produktivsten Erzeugungsanlage von enercity.
Mit der entstehenden Abwärme wird außerdem Brennholz für das Holzenergie Center von enercity vorgetrocknet.

Die Teilnehmer sahen sich in der Anlage um, betraten auch die Leitwarte und konnten Einblick nehmen auf die komplexen Abläufe innerhalb des Kraftwerks und schauten sich Turbinen, Generatoren, Kesselhaus, Kohlemühlen, Entstaubungsanlage, die Förderanlagen, das Umspannwerk, den Kühlturm und alles andere an.

Das besondere Highlight war aber der Blick vom Dach des Kraftwerks. „Von oben kann man bei guter Sicht bis zum Harz blicken!“, verriet Stephan Schröter Mitarbeiter von enercity, der an diesem Tag die Besichtigungstour leitete. Leider war die Sicht nur mäßig, aber einen Blick in Richtung Wohnort und auf das Leinestadion konnten alle werfen und traten kurz nach 13 Uhr den Rückweg an.

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