Jahreshauptversammlung 2018: SG zieht Bilanz!

Die Sportgemeinschaft Letter 05 lud am Donnerstag ihre Mitglieder ins Forum des Georg-Büchner-Gymnasiums zur Jahreshauptversammlung ein. Insgesamt kamen 140 Teilnehmer, die interessiert den Worten der Vortragenden lauschten. Britta Scherbanowitz, neue Vorsitzende des größten Seelzer Vereins, berichtete über ihr erstes aufregendes Amtsjahr und das ganze lautstark ohne Mikrophon, denn dies war ausgefallen.

 

Der Vorstand hat sich in seiner Gesamtheit verjüngt und die Vielzahl der Berufstätigen haben sich neu aufstellen müssen. Aber im Großen und Ganzen hat das erste Jahr gut funktioniert, die SG steht auf solider Finanzierung. Neue Gruppen konnte etabliert werden, wie die neue BMI-Gruppe, die von der Ärztin Vanessa Opalka angeleitet wird. Vanessa Opalka hat sich dem Thema Gesundheitssport angenommen und mittlerweile hat die SG auch Zertifikate erhalten, die die Krankenkassen anerkennen. Scherbanowitz merkte in ihre Rede an, dass die SG gern weitere Trendsportangebote ins Programm aufnehmen möchte, aber sich wegen begrenzter Hallenzeiten sich nicht so weiter entwickeln kann, wie sie es sich wünscht. Trotzdem zog die Vorsitzende eine positive Bilanz. Dort wo andere Vereine Abgänge melden konnte die SG ihren Mitgliederstand von 1.677 auf aktuell 1.720 Mitgliedern steigern. Pressewirksam ist der Verein auch an unterschiedlichen Aktivitäten vertreten. So lockt das Neujahrsschwimmen Hunderte an den Kanal. Ortsbürgermeister Rolf Hackbart bedankte sich bei den Organisatoren, dass er nun jährlich richtig erfrischt wird, wenn er sich ins eiskalte Wasser stürzt, das mache ihn wach. Wehmütig teilte Hackbart den Teilnehmern mit, dass der Kampf ums alte Rathaus verloren sei, es wird abgerissen und etwas Neues gebaut.

25-jährige Mitgliedschaften

Scherbanowitz freute sich das Sportabzeichen Obmann Hans-Joachim Flatau im letzten Jahr den Ehrenpreis der Stadt den „Seelzer Dialog“ erhalten habe und lobte die gute Zusammenarbeit mit Stadt und Ortsrat. So ist die SG jedes Jahr an zahlreichen Aktionen wie dem Kastanienfest, dem Weihnachtsmarkt, Jazzfrühschoppen vertreten und organisierte die Ostereisuche, Faschingsfeiern und Basare und stellte beim Schützenausmarsch den größten Zug. Wen wundert es da, dass bei einer so großen Gemeinschaft auch viele zu Ehrende da sind. In seiner Rede sprach der Vorsitzende des RSB Joachim Brand von Treue und Gesichtern, die wohl jeder kennt. Und die gibt es bei der SG zu Hauf. Allein 26 Mitglieder wurden für 25 Jahre Treue geehrt, gefolgt von den 15 Mitgliedern, die die 40 Jahre voll machten. Auf ein halbes Jahrhundert Mitgliedschaft in der Sportgemeinschaft Letter 05 blickten zurück Ralf Jäkel(abwesend), Andreas Müller, Oliver Naunapper, Hubert Ringhoff, Anette Ritz, Andreas Wagner und Frau Christa Schmittat. Sie alle bekamen nicht nur die Ehrennadel der SG Letter 05, sondern zusätzlich auch die Silberne Ehrennadel durch den RegionsSportBund Hannover e.V. vertreten durch Herrn Joachim Brand überreicht.

50- und 60-jährige Mitgliedschaften

Ein besonderes Jubiliäum feierten Frau Annegret Goldmann, Frau Renate Wagner und Herr Karl-Heinz Windrich. Alle drei sind bereits seit 60 Jahren bei der SG und auch noch zum Teil aktiv dabei.

 

Die silberne Ehrennadel für besondere Verdienste durfte die Vereinsvorsitzende an Gisela Meßmann, Abteilungsleiterin Pétanque, und an Dr. Matthias Stehr überreichen, der die Schwimmabteilung leitet. Für besondere Verdienste und großes Engagement wurde Dirk Platta mit der goldenen Ehrennadel beglückt. Dirk Platta, der den Posten des Schriftwarts inne hat, arbeitetet am liebsten im Hintergrund und hat maßgebend im letzten Jahr dazu beigetragen, dass die SG Letter 05 die Sterne des Sports bekam und hatte auch zuletzt das Projekt „Vertrauenspersonen“ eingereicht.

Aktuell und neu auch auf der Homepage ist schon wieder ein neues Projekt, die GYMWELT- Kampagne. Die Marke GYMWELT wurde vom Deutschen Turner-Bund eingeführt und von den Turnerbünden weiterentwickelt. Das Markenzeichen GYMWELT wird beim Niedersächsischen Turner-Bund und seit Februar 2018 auch bei der SG Letter 05 als einheitliches Erkennungszeichen für alle Freizeitsport orientierten Vereinsangebote geführt und aufgebaut.

Tanja Wöhler (Abteilungsleiterin Turnen) und Dirk Platta (Schriftwart)

Völlig überrascht hatte der Niedersächsische-Turner-Bund e.V. Turnkreis Hannover-Land vertreten durch Herrn Jürgen Harfst die Abteilungsleiterin Tanja Wöhler. Sie wurde für ihr unermüdliches Engagement für den Sport geehrt und bekam die Kreisehrennadel und ein T-Shirt mit der Aufschrift „Ich helfe gern!“. Als jüngste Abteilungsleiterin der SG lastet die größte Verantwortung auf ihr. Die Turner zählen mittlerweile einen Mitgliederstamm von 931 Aktiven, die in zahlreichen Gruppen und Formierungen agieren und zusammen vom jüngsten Mitglied (in den Eltern-Kind-Gruppen) bis zum Ältesten in der Seniorengymnastik Sport treiben. Tanja Wöhler hatte bereits im Alter von 19 Jahren die Sparte übernommen und beharrlich ausgebaut und scheute sich auch nicht den Bereich Gymnastik zu übernehmen, als die damalige Abteilungsleiterin Annegret Goldmann zurücktrat.

Für eine solche Leistung hat Tanja Wöhler Anerkennung mehr als verdient.

Bei der anschließenden Wahl konnten die fehlenden Posten des 1. stellvertretenden Vorsitzenden und des Sportwarts nicht besetzt werden. Alle anderen Vorstandsmitglieder wurden einstimmig wieder gewählt.

Scherbanowitz hatte zuletzt auch eine traurige Mitteilung zu machen. Am 4. März verstarb plötzlich und unerwartet Karsten Schmidt der Sportliche Leiter der Schwimmabteilung und bat alle Anwesenden um eine Trauerminute. Karsten Schmidt war 30 Jahre Mitglied im Verein und ein fester Bestandteil der Schwimmsparte, für ihn war die SG immer ein großes Stück Heimat, resümierte Dennis Lembke, der die Traueransprache hielt. Karstens Herzblut hing an der SG, „Wir werden sein Andenken bewahren!“, versprach Lembke. Es wird schwer die Lücke, die Schmidt hinterlässt zu füllen.

Das Schlusswort zog dann Ortsbürgermeister Rolf Hackbart, der kurz die Chronik der SG anriss und mit den Worten endete: „112 Jahre hat es gedauert, bis die SG nun eine Frau an der Spitze hat, ich finde das erste Jahr hat sie doch schon ganz gut gemacht!“ und bat um Applaus. Der fiel dann auch kräftig aus.